Montag, 12. November 2012

Tag 3 Marocco



Heute erreichten wir Tanger- haha – nein, einen Hafen in der Pampa – und nicht um 16 Uhr wie gebucht, sondern um 20:15 – im Dunkeln.

Auf dem Schiff war das dem Servicepersonal klar- nur uns nicht...
Bei der Abfahrt von der Fähre, die auch wieder sehr chaotisch war, liess sich noch ein Franzose in mich hineinrollen. Er stieg aus- und monierte seine Kratzer – bis ihn andere Franzosen zurechtwiesen, die das ganze beobachtet hatten. Ich musste die Abdeckung der Seilwinde wieder zurechtrücken – das war’s – Frontbar sei dank.

Wir fuhren in der Nacht – unbehelligt von mehreren Polizeikontrollen – in Richtung Marrakesh.

Irgendwann meldete sich die Boardbatterie zu Wort –piep piep piep– eine Tiefentladung drohte.

Wir hielten am Strassenrand und räumten das Auto soweit aus, dass wir die Kabel kontrollieren konnten. Alles schien soweit ok – und ich hatte als nächstes die Sicherung im Motorraum in verdacht – Bingo  - zum Glück hatte ich noch eine dieser 60 Ampere XXL Sicherungen – und dann begann das Warten. Ich hatte noch im Kopf, dass nach dem Motorstart ca 5 min die Starterbatterien geladen würden, bevor auch die Boardbatterie geladen wird. Nach 5min verschwand das Piepen – erste Reparatur geglückt.

Irgendwann nach ca 100km entdeckten wir ein paar Wohnmobile auf einem Parkplatz – und gesellten uns so dazu – ein anscheinend offizieller Campingplatz – ohne Dusche, Wasser oder WC; aber direkt am Meer.




Sonntag, 11. November 2012

Tag 2



Barcelona und den Hafen erreichten wir nach ca 420km gegen 11:30 und 12:20 waren wir schon „eingecheckt“ und warteten darauf auf die Fähre fahren zu können.

Die Abfahrt war pünktlich – und von innen sah der Kahn nicht mehr so frisch aus...  Wir hatten eine Doppelkabine mit Meerblick – ganz ok  - nur nicht dem europäischen Hygienestandard entsprechend.

Bei unserem Rundgang entdeckten wir, dass der Massagebereich einer Moschee gewichen war, und auch der Poolbereich zu einer Shisha Bar umfunktioniert wurde.

Die Preise entsprachen dem Schweizer Standard – die Qualität je nachdem. Im a la Card Restaurant schmeckte das Filet jedenfalls –  auch wenn „medium“ nicht ganz erreicht wurde  - zart war es!

Bei unserem Rundgang entdeckten wir eine Menschentraube, die alle um etwas kämpften. Wir dachten es geht um Freibier – oder in der DDR hätte man gedacht – um Bananen  - aber irgendwann entdeckten wir, dass die Leute um Zettel zerrten, drängelten und bettelten. Ein grüner Wisch, es handelte sich um den Autoimport – was uns weniger interessierte – dann gab es noch weisse Zettel für die Einreise.

Nachdem wir beides ergattert  und ausgefüllt hatten, durften wir uns in eine Stuhlreihe setzen, in der man fleissig aufrücken durfte – bis man dran war.

Wir erhielten unsere Stempel für Marokko im Pass und hätten uns nun an der zweiten Schlange anstellen sollen – irgend etwas mit dem grünen Zettel. Wir wähnten uns dank Carnet de Passage sicher und entschwanden zum Abendessen.






Samstag, 10. November 2012

Tag 1



Heute Morgen wollten wir um 08:00 Uhr losfahren – leider hatte uns am Vorabend der Regen etwas vom Packen und Beladen abgehalten.

So zog sich das Packen und Beladen bis zu 14 Uhr hin - und uns fiel auch noch das eine oder andere ein, was wir im Glatt Einkaufszentrum noch ergattern wollen würden. Fernstecher und noch anderer Kleinkram stand auf unserer Einkaufsliste.
Der Start war dann gegen 17:30 – aber auch erst in Richtung Tankstelle, den schliesslich wollen wir unsere Verbrauchsstatistik mit vollem Tank beginnen. Nach sehr kurzer Fahrt um 18:30 entschieden wir uns dann auch noch, dem Fressbalken, einer Autobahnraststätte einen Besuch abzustatten – auf dem Weg Richtung Barcelona – und haben auch da nochmals eine Stunde geopfert.

Aber es gab deftigste Hausmannskost - Rehpfeffer mit Rotkraut und Kartoffelbrei und war somit die Sünde wert.

Danach sind wir im strömenden Regen gefahren, bis uns irgendwo in der Nähe der Stadt Nimes, in Frankreich, die Augen zufielen – bzw. wir zu müde zum fahren waren. Also ab von der Autobahn und in Richtung Pampa – irgendwann so gegen 1 Uhr, nach 675 Kilometer.

Wir brauchten nur 2 Anläufe – trotz der Dunkelheit – aber hatten mit dem schlammigen Boden so unsere Probleme. Nachts einen Stellplatz zu suchen hat immer Vor und Nachteile. Zum einen signalisiert einem diverse Lichter - wo man sich nicht hinstellen sollte - zum anderen sehen natürlich "andere" - wo sich ein Auto merkwürdigerweise hinstellt - und die Lichter ausgehen.

Durch den Regen war natürlich jegliches Wildcampen eine Schlammschlacht - aber wir fanden eine Wiese die das gröbste von unseren Schuhen fernhielt.

Wir haben uns 5 Stunden Schlaf gegönnt – und sind um 6 Uhr wieder aufgebrochen – nach den Hahnenschreien zu ureteilen waren wir gar nicht so abgelegen wie gedacht...


Um die Herbststimmung auch mal zu zeigen ;-)



Freitag, 9. November 2012

Aufbruchstimmung.. In 5 Tagen geht es los!

Das war mal eine harte Woche. Wir waren jeden Abend verabredet - und dann mussten plötzlich noch diverse Sachen gemacht werden, die so nicht gelant waren. Gestern und heute um halb 5 aufstehen - und das Auto nach Deutschland bringen / Abholen (2.5std pro Weg), am Mittwoch noch beim Innenausbauer vorbei puuuuh. Aber es hat alles geklappt.

Heute Morgen fühlte sich alles ein bisschen anders an. Das Auto fährt sich traumhaft (die Fahrwerkssetup Anpassung war also nötig) die Farben waren schöner, die Gegend speziell - ich nehme an - so langsam komme auch ich in Reisestimmung.




Heute habe ich dann auch noch die MT Bereifung montieren lassen, die Markisen Seitenwände beim näher abgeholt und und und...

So langsam können wir anfangen zu überlegen - was wir denn alles einpacken wollen...

Mittwoch, 7. November 2012

und noch immer... Ist einiges zu tun...


Neben den letzten Sachen die noch zu organisieren sind haben wir natürlich auch noch Zeit gefunden, uns von Freunden und Familie zu verabschieden. 


Abschiedsparty


Leider haben sich noch so einige "last minute" Änderungen ergeben, die in der Summe schon leicht haarsträubend sind.

Da wären der Einbau des Wasserfilters, das Nähen von Klettverschlüssen an die Seitenwände der Markise, nochmals eine Änderung am Fahrwerk-Setup - das heisst, das praktisch alle die am Ausbau beteiligt waren - nochmals ran müssen.

Aber so langsam ist alles organisiert - nun muss dann einfach noch alles klappen - was die Termine angeht. Da aber alle wissen - wie knapp es ist - kommt man uns auch sehr entgegen - vielen vielen Dank!

Und auch neben der Reise hat sich bei mir noch eine wichtige Entscheidung gegeben. Für das 2013 stehe ich unter Vertrag. Das war zwar schon so besprochen - aber nun ist auch dieser Prozess abgeschlossen.

Sonntag, 4. November 2012

Unser neues Zuhause

Im zweiten Anlauf hat es mit der Dachbox dann doch geklappt.  Sie ist sehr kurz - dafür auch sehr breit - und das Litervolumen von 330l kann sich durchaus sehen lassen.  Wir haben sie am Wochenende mal probehalber beladen können - und sehen nun der finalen Beladung gelassen entgegen: denn wir haben duchaus noch Luft!

Dadurch das die Box weit hinten montiert ist, haben wir zwar ein voll nutzbares Schiebedach, aber haben dafür Probleme bei der Montage und beim Be/Entladen. Da wir nun auf den Reifen stehen müssen- und nicht wie angedacht bei der geöffneten Türe der zweiten Reihe - kommen wir da immer auch in den Kontakt mit den Seitenwänden, die wohl bald nicht mehr so weiss sein werden. Dafür haben wir jetzt noch einen Rad-Tritt bestellt, der noch rechtzeitig eintreffen sollte.


Und die Markise wurde auch schonmals probehalber montiert. So gewinnen wir einen ganzen Raum wenn wir die Seitenwände montieren, haben Fenster mit Mückenschutz. Das wird noch ganz nützlich werden, besonders in den Malaria Risikogebieten...



Auch hier ergeben sich noch notwendige Arbeiten, weil noch Klettverschlüsse an den Seitenwenden angenäht werden müssen.

Donnerstag, 1. November 2012

portabler Wasserfilter..



Und auch unsere portable Wasserfilter-Lösung wurde fertig. Sie ist recht gross geworden, aber wird uns zuverlässig sauberes Trinkwasser liefern - einzige Voraussetzeung ist eine funktionierende 12v Zigarettenanzünder-Buchse.

Wie auch zu sehen ist, wird zum Filtern des Wassers auf zwei verschiedene Filter gesetzt. Und zuletzt wird das Wasser durch einen UV-Strahler gepresst - wo auch die letzten Keime angetötet werden sollten.

Damit sollten wir auch mal auf Flusswasser ausweichen können, zum befüllen unseres Tankes, wenn wir keine bessere Möglichkeit finden sollten.

Integriert ist auch eine eigene Wasserpumpe so dass das es ein komplett autarkes System ist, und nicht Leitungsanteile mit den Verbrauchern teilen muss.

Die intelligente Schaltung der Elektronik wartet erst auf ein erfolgreiches Einschalten des UV Strahlers, und gibt erst nach ca 45 Sekunden den Strom an die Pumpe weiter, damit der UV Strahler auch schon optimal arbeiten kann.

Nur am Gewicht müssen wir noch arbeiten - wenn wir da die hälfte durch einen Einbau sparen können - dann verzichten wir gerne auf die Mobilität.